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Tumororthopädie
Tumororthopädie, was ist das?

Das Wort Tumororthopädie setzt sich aus dem Wort Tumor (Geschwulst/Krebs) und Orthopädie zusammen. Somit setzt sich die Orthopädie mit Tumoren des Bewegungsapparates auseinander. Die Behandlung in der Tumororthopädie befasst sich mit der Erkennung und Behandlung von guten und bösartigen Tumoren, die im Knochen, Knorpel, Bindegewebe und Weichteilen des Bewegungsapparates sitzen. Bösartige Tumore des Bewegungsapparates treten eher selten auf. Bei Erwachsenen findet die Tumororthopädie bei nur 1 Prozent Anwendung, wobei dies Altersabhängig ist, da die Quote bei älteren Menschen etwas höher ist.

Bei Kindern treten die Tumorerkrankungen des Bewegungsapparates etwas häufiger auf. Dort liegt die Quote bei ungefähr 5 Prozent.

Symptome bei Tumoren des Bewegungsapparates

Die Tumororthopädie ist natürlich erst dann gefragt, wenn der Patient gewisse Symptome äußert. Solche Erkennungsmerkmale wie Schmerzen oder zunehmende Schwellungen des Gewebes sind die häufigsten Symptome zur Erkennung von Tumoren des Bewegungsapparates. Oft kommt es auch zu einer Zufallsdiagnose.

Diagnostikverfahren in der Tumororthopädie

Um einen Tumor festzustellen, müssen gewisse Verfahren angewandt werden, damit die Lage, die Größe, der Ort und die Form genau bestimmt werden kann. Zu diesen Diagnostikverfahren gehören:

  • Röntgen
  • Röntgendurchleuchtung
  • Ultraschall
  • Computertomographie (CT)
  • Kernspintomographie (MRT)

Therapie in der Tumororthopädie

Die am häufigsten angewandte Therapieform in der Tumororthopädie sind die operativen Maßnahmen. Dabei wird der Tumor durch minimalinvasive Techniken oder durch Resektionenen großzügig entfernt. In seltenen Fällen kommt es bei bösartigen Krebszellen sogar zu Amputationen, was aber wirklich die Ausnahme bildet. Durch den enormen Fortschritt in der Tumororthopädie können mittlerweile sogar Rekonstruktionen vorgenommen werden, wie sogenannte Tumorendoprothesen. Dabei wird der befallene Knochen und das dazugehörige Gelenk durch Prothesen nachgebildet und operativ ersetzt. Dank der Tumororthopädie kann so die Mobilität des Patienten nach seiner Genesung gewährleistet werden.

In der Tumororthopädie ist eine enge Zusammenarbeit von mehreren medizinischen Fachbereichen notwendig. Somit werden in der Tumororthopädie die Orthopädie, Radiologie, Nuklearmedizin, Pathologie, Onkologie, Chirurgie, Anästhesiologie und Strahlentherapie vereinigt, mit dem Ziel, die Tumore im Bewegungsapparat zu bekämpfen.

Die postoperative Nachbehandlung findet meist direkt in den jeweiligen Kliniken statt. Dazu gehören orthopädische Hilfsmittel wie Verbandsschuhe, Gehhilfen, Korsette, Rollstühle, Bandagen, Orthesen, Vacopedschuhe, Kompressionsstrümpfe, orthopädische Schuhzurichtungen, orthopädische Schuhe und orthopädische Einlagen. Meistens finden nach dem Krankenhausaufenthalt tumornachsorgende ambulante Maßnahmen statt, um den Erfolg zu gewährleisten.

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