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Gicht Arthritis urica

Die Gicht ist eine Stoffwechselstörung, bei der aufgrund eines Anstieges des Harnsäuerspiegels im Blut harnsaure Salze im Organismus abgelagert werden. Bevorzugt bei der Gicht sind dabei Gelenke aber auch verschiedene innere Organe sind betroffen. Früher wurde die Gicht auch als Zipperlein bezeichnet.

Allgemeines zu Gicht

Die Gicht galt in den früheren Jahrhunderten als eine Erkrankung, die vorwiegend bei wohlhabenden Personen auftrat. Erst gegen Ende des 17. Jahrhunderts fand eine Unterscheidung zwischen Gicht und Rheumatismus statt. Ein Jahrhundert später, 1797, endeckte W.H. Wollaston erstmals harnsaure Salze in Gicht Knoten. Aber erst 50 Jahre später konnte A. Garod zeigen, dass es sich um eine Stoffwechselstörung handelt. Bis zu diesem Zeitpunkt nahm man eine Störung der „Köpersäfte“ an. Schon früher wurde jedoch ein Zusammenhang zwischen der Erkrankungen und erhöhtem Fleisch und Alkoholgenuss gesehen.

Ursachen der Gicht

  • Ebliche Stoffwechselstörung führt zu verminderter Harnsäureausscheidung und vermehrter Harnsäurebildung
  • Purinreiche Ernährung
  • Übermäßiger Alkoholkonsum, da Alkohol die Harnsäureausscheidung vermindert
  • Bestimmte Krankheiten, die mit einem erhöhten Zellabbau einhergehen wie bösartige Tumore oder Blutkrebs

Krankheitsbild Gicht

Gicht wird in folgende Kategorien unterteilt:

Primäre Gicht

Bei der primären Gicht ist aufgrund einer genetischen Veranlagung die Harnsäureausscheidung über die Nieren gestört. Die Ausscheidungskapazität reicht aber noch aus, um einen Harnsäurerückstau zu verhindern, solange die Zufuhr purinhaltiger Nahrung begrenzt ist.

Bei Personen, die sich purinreich ernähren, z. B. durch einen hohen Fleischkonsum, übersteigt die Harnsäureproduktion die Ausscheidungskapazität und es kommt über Jahre zu einem Rückstau der Harnsäure im Organismus.

Sekundäre Gicht

Die sekundäre Gicht entsteht als Folge anderer Erkrankungen. Diese sind einerseits Erkrakungen, die mit einem erhöhten Zelluntergang einhergehen, wie zum Beispiel bei Leukämie, in deren Folge es zu einer gesteigerten endogenen (im Innern entstehende) Harnsäureproduktion kommt. Andererseits können Nierenfunktionsstörungen, wie zum Beispiel bei Schrumpfnieren, über eine Ausscheidungsverminderung der Harnsäure zu einem Rückstau der Harnsäure führen und damit Gicht auslösen.

Behandlung der Gicht

Bei einem Gichtanfall ist besonder das Großzehengrundgelenk betroffen, da sich Kristalle wegen der Schwerkraft nach unten hin ablagern. Jemand der an Gicht erkrankt ist, muss

  • eine purinarme Diät durchführen
  • auf Alkohol verzichten
  • viel trinken
  • Übergewicht reduzieren
  • bei einem Gichtanfall das betroffenen Gelenk kühlen.

In der Orthopädie kann durch orthopädische Schuhzurichtungen die Großzehe Entlastet werden, was zum Nachlassen der Schmerzen führt.

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