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Zusatzbeiträge der Krankenkassen 2011

Mit der Gesundheitsreform 2011 kann der Krankenkassen-Zusatzbeitrag einkommensunabhängig und in beliebiger Höhe erhoben werden. Soziale Härten sollen durch einen Sozialausgleich aufgefangen werden. Dieser Sozialausgleich wird nach dem „durchschnittlichen Zusatzbeitrag“ berechnet. Im nächsten Jahr beläuft sich diese neue fiktive Rechengröße auf null Euro, so das Bundesgesundheitsministerium. Das heißt: Im nächsten Jahr fällt der Sozialausgleich aus.

Der „durchschnittliche Zusatzbeitrag“ entspricht nicht der Summe, die Krankenkassen-Mitglieder im Durchschnitt für Zusatzbeiträge zahlen. Er wird aus der Differenz zwischen den erwarteten Gesamtausgaben und den erwarteten Gesamteinnahmen der Krankenkassen berechnet. Da die gesetzliche Krankenversicherung nach Ansicht des Bundesgesundheitsministeriums zurzeit nicht unterfinanziert ist, wird auch der „durchschnittliche Zusatzbeitrag“ 2011 null Euro betragen. Tatsächlich zahlen derzeit rund zehn Millionen Mitglieder gesetzlicher Krankenkassen einen Zusatzbeitrag, hat das Internetportal Krankenkassen.de errechnet. Die Krankenkassen-Mitglieder, deren Zusatzbeitrag aus sozialen Gründen in diesem Jahr reduziert wird, gehen im nächsten Jahr leer aus.

Im Rahmen des neuen Sozialausgleichs prüft der Arbeitgeber bei der Gehaltsabrechnung, ob der „durchschnittliche Zusatzbeitrag“ 2 Prozent des Bruttoeinkommens übersteigt. Ist dies der Fall, senkt der Arbeitgeber den Krankenkassenbeitrag, den er vom Gehalt einbehält. Wie hoch die Belastung eines Krankenkassen-Mitglieds durch den Zusatzbeitrag tatsächlich ist, bleibt unberücksichtigt. Auch die Mitglieder von Krankenkassen ohne Zusatzbeitrag profitieren vom Sozialausgleich. Wenn der „durchschnittliche Zusatzbeitrag“ über 2 Prozent ihres Bruttoeinkommens liegt, erhöht sich ihr Nettogehalt. Der „durchschnittliche Zusatzbeitrag“ wird im Herbst 2011 zum nächsten Mal neu berechnet.

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