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Wenn die Krankenkasse die Kosten übernimmt

Ganz egal ob es Medikamente oder Hilfsmittel sind, viele Leistungen werden von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen. Doch der Sachbearbeiter muss vom Bedarf der Hilfsleistung überzeugt werden, ansonsten gibt es oftmals negative Entscheidungen

Denn nur 5 Prozent sind Individualleistungen. Das bedeutet, dass zwar über 90 Prozent der Leistungen von der Krankenkasse gesetzlich vorgeschrieben sind, aber immer wieder individuelle Leistungen möglich sein können. Die sogenannte „gesetzliche Grauzone“, welche oftmals positiv aber auch negativ für die betroffenen Personen ausgehen kann.

Wenn die Gesundheit ausbleibt

Nach Aussage des Bundesgeschäftsführers des Sozialverbandes VdK werden zum Beispiel alle Hilfsmittel übernommen, welche die Behinderung erleichtern bzw. den Fortschritt der Gesundheit unterstützen. So ist es keine Seltenheit, dass die gesetzlichen Krankenversicherungen Rollstühle als Hilfsmittel ihren Patienten kostenlos zur Verfügung stellen. Die einzigen Kosten sind die 10 Euro für die Verordnung sowie die Zuzahlung in der Höhe von 10 Prozent auf Grund der gesetzlich vorgeschriebenen Eigenbeteiligung. Nach der Verordnung des Arztes, welcher davon überzeugt werden muss, dass der Patient einen Rollstuhl benötigt, wird dieser von der Krankenkasse zur Verfügung gestellt. Das Hilfsmittel bleibt aber weiterhin Eigentum der Krankenkasse. Reparaturen am Rollstuhl wie auch die vorgeschriebenen Wartungen werden von der Krankenkasse übernommen. Sollte ein anderes Rollstuhlmodell benötigt werden, so gibt es den Antrag auf Kostenübernahme.

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Dieser wird jedoch nur gewährt, wenn feststeht, dass das individuelle Rollstuhlmodell tatsächlich die Behinderung der betroffenen Person „lindern“ kann.
Doch neben den Hilfsmittel zählt auch die ärztliche Behandlung zu den gesetzlichen Pflichten der Krankenkasse. So werden die Kosten für alle ärztlichen Behandlungen übernommen, welche sich vorwiegend auf Verhütung, Früherkennung von Krankheiten sowie Behandlung von Krankheiten umfasst. Je nach alternativen Leistungen kann es vorkommen, dass ein Teilbetrag vom Patienten selbst zu entrichten ist.
Auch Arzneimittel, welche gegen grippale Infekte eingenommen werden bzw. auch gegen Erkältungen werden in der Regel von der Krankenkasse finanziell übernommen.
Ebenfalls zählen zu den Leistungen physikalische Therapien. Zur physikalischen Therapie zählen unter anderem Heilbäder, Massagen sowie Elektrotherapie wie auch Krankengymnastik zur Wiederherstellung der Mobilität. Aber auch die Sprachtherapie (Sprachbehandlung bzw. Stimm- und Sprechbehandlungen) als auch die sogenannte Beschäftigungstherapie (Ergotherapie) wird in der Regel übernommen.
Zu den weiteren Hilfsmitteln neben dem Rollstuhl gehören auch Sehhilfen wie Hörhilfen als auch Körperersatzstücke wie Prothesen. Auch orthopädische Hilfsmittel werden von der Krankenkasse übernommen. Ein Selbstbehalt bzw. die vorgeschriebene Eigenbeteiligung ist aber auch hier zu entrichten.

Je nach der Krankheit des Patienten entscheidet in der ersten Linie aber immer der behandelnde Arzt, welche Heilmittel bzw. Hilfsmittel verordnet werden und somit von der Kasse übernommen werden.
Alternative Medizin (chinesische Heilungsvarianten) werden von den gesetzlichen Krankenkassen jedoch nicht unterstützt bzw. werden hier keine Kosten übernommen. Wer somit Behandlungen auf der Grundlage der Alternativmedizin durchführen lassen möchte, der sollte eine private Krankenversicherung abschließen, welche diesen Passus ebenfalls finanziell abdeckt.

Die Gesundheit ist unbezahlbar

Auch wenn man immer wieder hofft keine Leistungen der Krankenkasse in Anspruch nehmen zu müssen, so kann man froh sein, dass es die gesetzliche Versicherung gibt. Nur so kann gewährleistet bleiben, dass das Gesundheits- wie Sozialsystem weiter in der jetzigen Form erhalten bleibt.

 

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