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ZDH: Handwerk zur Steuerpolitik: „Auf Konzepte und Kommissionen müssen Taten folgen!“

Ob Einkommenssteuer, Mehrwertsteuer, Gemeindefinanzen oder Unternehmenssteuerrecht: Nur in Konzepten, Gutachten und Kommissionen spricht die Regierung bisher von Reformen. „Jetzt muss in der Steuerpolitik endlich eine Zeit der Taten anbrechen“, fordert daher Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks auf dem ZDH-Steuerforum.

Das vorliegende Steuervereinfachungsgesetz 2011 beispielsweise kann nach Ansicht von Kentzler nur ein Anfang sein: „Die Wirtschaft, insbesondere Mittelstand und Handwerk warten nach wie vor auf spürbare Vereinfachungen gerade im Unternehmenssteuerrecht.“ Auch die Stärkung von Eigenkapital und Liquidität muss für das Handwerk gerade jetzt – in einer Phase, in der viele Mittelständler verstärkt investieren wollen – auf die steuerpolitische Agenda.

Kentzler: „Hierzu müssen insbesondere die geltenden Ist-Versteuerungsgrenzen über 2011 hinaus entfristet werden.“

Ersten Schritten zur Rückführung von Mittelstandsbauch und kalter Progression im Einkommenssteuertarif muss noch in dieser Legislatur der Weg geebnet werden. Und mit der Neujustierung der mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz besteuerten Waren und Dienstleistungen muss die in dieser Woche zusammengetretene Kommission ernst machen, fordert das Handwerk.

Eine Steuerpolitik für den Mittelstand diskutiert der ZDH heute in seinem Steuerforum u.a. mit dem Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, Koschyk, dem bayerischen Staatsminister der Finanzen, Fahrenschon, sowie den finanzpolitischen Sprechern aller Fraktionen im Deutschen Bundestag.

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