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Sicher kennen Sie das Problem, dass Sie bei Ihrem Orthopädieschuhmacher waren und sich Orthopädische Einlagen haben fertigen lassen und sich nun nicht sicher sind, ob diese auch korrekt gefertigt wurden. Diese Bedenken sind oft auch angebracht, da viele Patienten, die orthopädische Einlagen tragen, unzufrieden sind. Somit stellt sich natürlich die Frage, wie Sie als Kunde erkennen können, ob die orthopädischen Einlagen auch richtig gefertig wurden.

Wir möchten Ihnen gerne eine Checkliste an die Hand geben, die Ihnen bei der Beurteilung Ihrer orthopädischen Einlagen helfen soll. Bitte beachten Sie, dass es sich bei dieser Checkliste um eine Hilfe für Sie handelt! Abweichende orthopädische Versorgungen sind in manchen Fällen notwendig.

Checkliste Orthopädische Einlagen

Grundsätzlich möchten wir schon mal festhalten, dass es nicht unbedingt einfach ist, die orthopädischen Einlagen, die Sie bekommen haben genau zu prüfen. Die Checkliste für orthopädische Einlagen soll Ihnen vielmehr helfen, grob beurteilen zu können, ob Sie die richtigen Einlagen erhalten haben. Beginnen wir mit dem ersten Punkt der Checkliste für orthopädische Einlagen:

Stimmt der Einlagenkern?

Einlagenkerne gibt es in den unterschiedlichsten Ausführen: Korkleder Einlagen, Plexileder Einlagen, Weichschaum Einlagen, Sensomotorische Einlagen, Propriozeptive Einlagen… Nur welche Einlagen sind für Sie die Richtigen? Entscheidend ist erst mal, was der Orthopäde Ihnen verordnet hat. Auf dem Rezept sollten Sie eine genaue Formulierung der Einlagenart/ Kern finden. Sollte auf dem Rezept nur die Bezeichnung „Einlagen“ stehen, ist damit die Plexileder Einlage gemeint. Die unterschiedlichen Einlagenkerne ermöglichen eine optimale orthopädische Versorgung, die der Orthopäde festlegt. Anhand des Rezeptes orientiert sich der Orthopädieschuhmacher und ermittelt im Gespräch mit Ihnen, unter welchen orthopädischen Problem Sie leiden und versucht die Einlage entsprechend zu fertigen. Im Folgenden sehen Sie, welcher Einlagenkern für welche Probleme geeignet sind:

  • Weichschaumeinlagen: Rückenschmerzen, Hüftschmerzen, Knieschmerzen, FußSchmerzen, Vorfußschmerzen (Ballenschmerzen). Es sollten ausschließlich Weichschaumeinlagen im Sportbereich eingesetzt werden! Die Weichschaumeinlagen sind nahezu bei allen orthopädischen Beschwerden einsetzbar, da sie weich ist und eine gute Unterstützung bietet. Der Nachteil: Sie ist im Verhältnis sehr dick und ist nur in Konfektionsschuhe zu tragen, die eine herausnehmbare Einlegesohle haben. Bei folgenden Diagnosen kann die Weichschaumeinlage eingesetzt werden: Knickfuß, Senkfuß, Spreizfuß, Hallux Valgus, Sichelfuß, Plattfuß, Hohlfuß.
  • Korkledereinlagen: Rückenschmerzen, Hüftschmerzen, Knieschmerzen. Für Fußschmerzen und Vorfußschmerzen ist die orthopädische Korkleder Einlage nicht so gut geeignet, da diese sehr fest ist. Die Korkleder Einlage ist langlebiger wie die Weichschaumeinlage, da sie fester ist. Die Korkleder Einlage ist nicht ganz so dick wie die Weichschaumeinlage und somit besser für Alltagsschuhe geeignet.
    Bei folgenden Diagnosen kann die Korkledereinlage eingesetzt werden: Knickfuß, Senkfuß, Spreizfuß, Hallux Valgus, Plattfuß.
  • Plexileder Einlagen: Hüftschmerzen, Knieschmerzen, Vorfußschmerzen. Die Plexileder Einlagen sind sehr dünn und sind aus diesem Grund nicht so gut bei Rückenschmerzen und nur bedingt bei Vorfußschmerzen geeignet. Die Plexileder Einlagen sind sehr fest und somit dämpfen diese beim Gehen nicht den Auftritt. Vorteil: Diese orthopädischen Einlagen sind sehr dünn und können somit auch in Schuhen getragen werden, die keine Einlegesohlen haben.
  • Sensomotorische/ Propriozeptive Einlagen: Rückenschmerzen, Hüftschmerzen, Knieschmerzen, Fußschmerzen, Vorfußschmerzen. Die sensomotorische Einlagen geben einen Impuls an die Nerven, sodass die jeweiligen Muskeln mehr gefordert werden. Somit ist die sensomotorische Einlage vielseitig einsetzbar, obwohl auch diese vom Kern her dicker ist. Bei folgenden Diagnosen kann die sensomotorische Einlage eingesetzt werden: Knickfuß, Senkfuß, Spreizfuß, Hallux Valgus, Sichelfuß, Plattfuß, Hohlfuß.

Welche Korrekturpunkte müssen an Ihren Einlagen sein?

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Checkliste für orthopädische Einlagen ist die Frage, welche Korrekturpunkte auf einer Einlage sein müssen. Bei dieser Frage sind sich selbst Fachleute nicht immer einig. Somit sollen die folgenden Punkt als eine persönliche Orientierung dienen. Die folgenden Korrekturpunkte an den orthopädischen Einlagen sollten gut zu sehen sein:

  • Pelotten (Erhöhung in der vorderen Mitte der Einlagen): Pelotten gibt es in unterschiedlichen Ausführungen: Tropfenform (Standard) oder Nierenform (breiter). Pelotten sollten den Druck von den Mittelfußköpfchen weiter nach hinten auf die Pelotte verlagern, sodass Ihre Ballenschmerzen dadurch weniger werden sollen. Pelotten werden so gut wie immer eingesetzt (selten bei Kindern), auch aus prophylaktischen Maßnahmen, allerdings besonders bei: Ballenschmerzen, Hallux Valgus, Senkfuß, Hohlfuß…
  • Längstgewölbestützen (Erhöhung auf der Innenseite des Fußes): Die Längstgewölbestütze soll den Fuß auf der Innenseite unterstützen, damit das Längstgewölbe nicht so sehr einbricht. Die Längstgewölbestütze ist einsetzbar bei folgenden Problemen: Senkfuß, Knickfuß, Plattfuß, Fersensporn (zur Sehnenentlastung)…
  • Punktentlastung/ Aussparungen: Punktentlastungen werden bei schmerzhaften punktuellen Stellen am Fuß in die Einlagen gefräst. Diese sind in der Regel unter der Einlage sichtbar. Punktentlastungen werden meist bei Vorfußschmerzen unter den Mittelfußköpfchen und beim Fersensporn (Fersenspornaussparung) im inneren Bereich der Ferse gefertigt.
  • Fersenpolster: Fersenpolster wird an orthopädischen Einlagen dann eingesetzt, wenn Sie unter Fersenschmerzen oder Fersensporn leiden.

Beachten Sie diese Tipps, können Sie sich als Laie vergewissern, dass Sie auch die richtigen orthopädische Einlagen erhalten haben. Nur was ist, wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihre Einlagen nicht richtig gefertigt wurden, da Sie immer noch unter Schmerzen leiden?

Was machen, wenn Sie das Gefühl haben, Ihre orthopädischen Einlagen sind nicht richtig?

Sollte das der Fall sein, dass Sie das Gefühl haben, dass etwas nicht mit Ihren orthopädischen Einlagen stimmt, sollte Ihr Orthopädieschuhmacher der erste Ansprechpartner sein. Sollte sich das Problem mit den Einlagen nicht lösen dann sollten Sie mit Ihrem Orthopäden über dieses Thema sprechen. Gerne können Sie uns auch einen Kommentar hinterlassen. Wir werden Ihnen dann versuchen weiterzuhelfen….

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