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Reise im Dunkeln – neues Filmprojekt junger Menschen mit Rheuma

Wie fühlen sich Menschen mit Rheuma?

Bonn – Für das Filmprojekt „Reise im Dunkeln – Ein Erkundungsgang durch den Alltag von Jungen Rheumatikern“ erhielt die Deutsche Rheuma-Liga auf der diesjährigen Medica den mit 2.000 Euro dotierten Selbsthilfeförderpreis der Marion und Bernd Wegener Stiftung. Der Film dokumentiert das Entstehen eines Erfahrungsparcours, mit dem junge Rheumatiker Besucher mit ihren Alltagserfahrungen, Barrieren und Schmerzen konfrontieren. Die eindrucksvolle filmische Dokumentation ist jetzt erstmals im Internet verfügbar.

Die Idee zu dem ungewöhnlichen Projekt entwickelten junge Menschen mit Rheuma in der Deutschen Rheuma-Liga. Sieben Akteure wirkten mit und führten Besucher durch den Parcours eines abgedunkelten Raumes. Mit fluoreszierenden Punkten auf schwarzer Kleidung markierten die jungen Rheumakranken Stellen an ihren Körpern, in denen sie beständig Schmerzen haben oder künstliche Gelenke tragen. An interaktiven Stationen zum Thema Schule, Freizeit und Berufsleben konnten die Besucher Einschränkungen der Jungen Rheumatiker nachvollziehen und miterleben. Beleidigende Mitschülerkommentare wie „Krückenhüpfer“ oder „lahme Ente“ kamen den Besuchern in der Station „Schule“ über Kopfhörer zu Ohren. Ein Diktat mit gesteigerter Geschwindigkeit führte zu mancher Überforderung, denn rheumakranke Gelenke können nicht mit gesunden mithalten. So wurde an allen Stationen der Kontrast zwischen Menschen mit und ohne rheumatische Einschränkungen deutlich.

Ermöglicht wurden das Projekt und die filmische Dokumentation durch die Förderung der Kinder-Rheumastiftung, die sich auch als Kooperationspartner engagierte. Film-Team: Michael Harkämper (Regisseur) und Claus-Peter Wolf (Kameramann)

Video Reise im Dunkeln

Weitere Infos unter Rheuma Liga

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