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Immer weniger gesetzliche Krankenkassen

Die Zahl der gesetzlichen Krankenkasse schrumpft weiter rasant. Zum 1. Januar 2011 gibt es nach aktuellen Zahlen des GKV-Spitzenverbands nur noch 156 Kassen, ein gutes Dutzend weniger als vor einem Jahr. Vor zehn Jahren waren es noch 420, 1970 waren sogar einmal 1815 Krankenkassen am Markt.

Zum Jahreswechsel war die Fusion der AOK Mecklenburg-Vorpommern und Berlin-Brandenburg in Kraft getreten. Zudem haben sich die GBK Köln mit der mhPlus BKK, die BKK Enka und die Vereinigte BKK sowie die Salvina BKK für Frauen mit der BKK Kassana zusammengeschlossen.

Mit einer Fusion können Kassen häufig ihre Finanzlage stabilisieren und einen Zusatzbeitrag für eine Weile umgehen.Die Zusammenschlüsse sind von der Politik gewünscht, weil im günstigsten Fall Verwaltungskosten gespart werden.

Die frühere Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte eine Zielmarke von 50 bis 60 Kassen gesteckt.

Was bedeutet das für die Orthopädie oder Orthopädietechnik?

Die fusionierten Krankenkassen werden dadurch wesentlich stärker.

Hat man mehrer große fusionierte Krankenkassen, kann diese mehr Leistung zu geringeren Kosten bieten; andererseits aber auch mehr den Preis drücken.

Das Problem: Jede fusionierte Krankenkasse hat ihre eigenen Abläufe, die zum Beispiel die Abrechnung betrifft. Jede ist individuell und hält seine Vorgehensweise für die Beste. Somit wird es für medizinische Fachangestellte immer schwieriger, mit den Krankenkassen zusammenarbeiten da es unter den Krankenkassen zu keiner Absprache oder Anpassung kommt.

Fazit: Für die Orthopädietechnik wird es zukünftig schwieriger werden, allen Abläufen und Verfahrensweisen der Krankenkassen gerecht zu werden.

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