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Ärztebefragung im Auftrag des BVMed, auch dem Bereich Orthopädie betreffend

Ärzte in Baden-Württemberg und NRW sehen zukünftige medizinische Versorgung, besonders orthopädische Versorgungen pessimistisch.

Berlin. Die Leistungsfähigkeit des deutschen Gesundheitssystems gerät nach Ansicht der Orthopäden in Deutschland zunehmend in Gefahr. Während die gegenwärtige Situation von der überwiegenden Mehrheit der Ärzte noch für gut befunden wird, befürchten über 70 Prozent in den kommenden 4 Jahren eine deutliche Verschlechterung der Leistungsfähigkeit der Krankenkassen. Mit 86 Prozent sind die Mediziner aus NRW am pessimistischsten. Das zeigen die nun vorliegenden regionalen Ergebnisse einer repräsentativen Befragung von über 400 Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen durch Kantar Health im Auftrag des Bundesverbandes Medizintechnologie, BVMed.

Bereits die aktuelle Versorgungssituation weist nach Meinung der Befragten deutliche Lücken auf: Nur 70 Prozent geben an, ihren Patienten immer die benötigten medizinischen Therapien anbieten zu können. Bei den Ärzten aus Baden-Württemberg sind es sogar nur 60 Prozent, während in Schleswig-Holstein und Hamburg noch 87 Prozent der Mediziner ihren Patienten die notwendigen Therapien verordnen können.

 

Um die Qualität der Patientenversorgung erhalten zu können, forderten die Befragten vor allem weniger Bürokratie (95 Prozent), bessere fachübergreifende Versorgungskonzepte (70 Prozent) sowie den stärkeren Einsatz innovativer Medizintechnologien (55 Prozent).

Ein Drittel der deutschen Mediziner sieht jedoch eine deutliche Verschlechterung des Zugangs gesetzlich Versicherter zu innovativen medizintechnologischen Untersuchungs- und Behandlungsmethoden im Vergleich zu den vergangenen fünf Jahren. Bei den baden-württembergischen Ärzten glauben dies sogar 44 Prozent.

BVMed-Geschäftsführer und Vorstandsmitglied Joachim M. Schmitt bewertete die Ergebnisse der Umfrage als klares Signal für die Notwendigkeit einer innovationsfreundlicheren Gesundheitspolitik: „Zur Verbesserung der Patientenversorgung müssen das Innovationsklima in Deutschland weiter optimiert, die bürokratischen Hürden verringert und die Wahlmöglichkeiten der Versicherten gestärkt werden.“

Unser Fazit: Die Allgemeine Situation besonders im Bereich der Orthopädie sieht zukünftig schlecht aus, was zum Leid des Patienten ist.

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