Werbung

Untersuchungsverfahren in der Orthopädie
Haben Sie sich auch schon einmal gefragt, welche Untersuchungsverfahren die Orthopädie für die verschiedensten Krankheitsbilder anbietet? Haben Sie zum Beispiel oft Schmerzen in den Knien oder im Rücken? Leiden Sie unter Gelenkproblemen? Haben Sie sich etwas gebrochen? Oder haben Sie sich verrenkt oder etwas gerissen? Die Orthopädie bietet für solche Fälle unter anderem folgende Untersuchungsverfahren an:

  • Röntgen
  • Computertomografie (CT)
  • Kernspintomografie oder Magnetresonanztomografie (MRT)
  • Arthroskopie

Röntgen:

Was ist Röntgen? Wie funktioniert Röntgen? Wann wird das Röntgen eingesetzt?

Beim Röntgen wird der Körper mit Röntgenstrahlung bestrahlt. Die Strahlen werden je nach Gewebeart stark oder leicht abgeschwächt. Bei weichem Gewebe wie Haut, Körperfett oder Muskeln werden die Strahlen nur leicht abgeschwächt. Deswegen wird weiches Gewebe auf Röntgenbildern schwarz dargestellt. Im Gegensatz dazu werden die Röntgenstrahlen bei hartem Gewebe wie zum Beispiel Knochen stark abgeschwächt. Aus diesem Grund wird hartes Gewebe auf Röntgenbildern weiß dargestellt

In der Orthopädie wird das Röntgen in vier Bereichen eingesetzt, auf die wir nun näher eingehen möchten.

Beginnen wir mit der Thoraxübersicht. Bei der Thoraxübersicht wird das Zwerchfell, die Lunge, das Herz und das Skelett sichtbar gemacht. Der behandelnde Arzt kann dabei Erkrankungen wie Lungenentzündung, Lungenkrebs, Herzfehler oder Knochenbrüche feststellen. Auch häufig wird die Abdomen-Übersicht verwendet. Hierbei wird die Bauchregion sichtbar gemacht. Es können unter anderem Verkalkungen oder Darmverschluss nachgewiesen werden. Ein weiterer häufig eingesetzter Bereich ist die sogenannte Röntgenuntersuchung des Skeletts. Osteoporose, Knochenbrüche und Tumorerkrankungen können durch diese Methode festgestellt werden. Eine letzte häufig verwendete Methode des Röntgens, ist die Röntgendurchleuchtung. Die Röntgendurchleuchtung wird unter anderem zur Positionierung eines Katheters bei Untersuchungen der Blutgefäße eingesetzt.

Die Orthopädie bietet aber noch einige andere Untersuchungsmethoden an, wie zum Beispiel die

Computertomografie (CT):

Was ist Computertomografie? Wie funktioniert Computertomografie? Wann wird die Computertomografie angewendet?

Die Computertomografie ist eine Weiterentwicklung des klassischen Röntgens. Ein Computertomograph besteht aus einem Röntgenstrahler und einem Bildaufnahmesystem, den sogenannten Detektoren. Der Unterschied zum klassischen Röntgen besteht darin, dass der Patient bei der Computertomografie rundum gescannt wird. Genau wie beim Röntgen wird der Röntgenstrahl bei den verschiedenen Gewebearten unterschiedlich stark abgeschwächt. Die Detektoren bekommen diese unterschiedlichen Signale, können sie elektronisch aufbereiten und sie an einen Computer zur Auswertung weiterleiten. Durch die sogenannte Spiral-Computertomografie ist es sogar möglich dreidimensionale Röntgenbilder zu erstellen. Die Aussagekraft einer CT-Aufnahme lässt sich durch ein Kontrastmittel erheblich steigern, das dem Patienten injiziert oder durch eine Trinklösung verabreicht wird.

Die Computertomografie wird ebenfalls wie das klassische Röntgen in verschiedenen Bereichen eingesetzt. Die CT des Kopfes wird bei Gehirntumoren, Gehirnödemen oder bei Schlaganfällen eingesetzt oder wenn Verdacht auf Blutungen oder Schädelbruch besteht. Die Ganzkörper-CT wird zur Suche nach Tumoren, Abszessen und Zysten eingesetzt. Die Skelett-CT kommt zur Suche nach Bandscheibenvorfällen, Osteoporose oder Knochenbrüchen zum Einsatz. Die CT des Herzens ist dazu da, um die Herzkranzgefäße dreidimensional darzustellen, um Verkalkungen oder Ablagerungen zu erkennen und die Darm-CT wird zur Erkennung von Polypen und Tumoren verwendet. Es können allerdings auch Komplikationen auftreten, da nicht jeder Patient das Kontrastmittel verträgt. Diese Komplikationen äußern sich durch Niesreize, Schwindel, Übelkeit oder Kopfschmerzen.

Ein weiteres orthopädisches Untersuchungsverfahren ist die

Kernspintomografie oder Magnetresonanztomografie (MRT)

Die Kernspintomografie ist vom Prinzip her ähnlich wie die Computertomografie, mit dem Unterschied, dass hierbei statt mit Röntgenstrahlen, mit Magnetfeldern und Radiowellen gearbeitet wird. Im Kernspintomografen befindet sich ein starkes Magnetfeld, das die Atome im Körper von einem energiearmen in einen energiereichen Zustand versetzt. Durch Radiosignale werden diese Atome in Schwingung versetzt. Wenn die Radiostrahlung wieder abgeschaltet wird, gehen die Atome wieder in einen energiearmen Zustand zurück, wodurch Signale entstehen, die von hochempfindlichen Antennen gemessen werden können. Diese Signale können mithilfe eines Computers in ein Schnittbild berechnet werden. Eine MRT wird durchgeführt, um nicht-knöcherne Strukturen beurteilen zu können. Dazu gehören zum Beispiel Organe wie Herz und Gehirn. Durch die MRT können selbst kleinste Entzündungsherde entdeckt werden. Der Nachteil einer MRT ist allerdings, dass Gewebe oder Organe, die nur einen geringen Wasseranteil haben wie Knochen oder die Lunge, schwer darstellbar sind.

Zu beachten ist, dass alle elektromagnetischen Gegenstände vor der MRT abgelegt werden müssen. Dazu gehören Brillen, Zahnprothesen, Kontaktlinsen, Hörgeräte, Haarspangen, Ringe, Schlüssel und Uhren. Außerdem sollten Sie Chip- und Kreditkarten ablegen, da der Magnetstreifen sonst unbrauchbar gemacht wird. Der behandelnde Arzt sollte auch über Tätowierungen und Schminke informiert werden. Komplikationen gibt es keine, aber die MRT darf nicht bei Patienten durchgeführt werden, die Metallteile im Körper haben wie zum Beispiel Herzschrittmacher.

Kommen wir damit zu einer weiteren Untersuchungsmethode der Orthopädie, die Arthroskopie…

Arthroskopie:

Was ist Arthroskopie? Wie funktioniert Arthroskopie? Wozu dient Arthroskopie?

Die Arthroskopie ist eine Untersuchung von Gelenken mithilfe eines Arthroskops. Ein Arthroskop ist ein Gerät mit einer kleinen Kamera, die an einem langen, dünnen Rohr befestigt wird. Außerdem ist das Arthroskop mit einem Stablinsen-System, das zur Vergrößerung dient, mit einer Lichtquelle und mit einer Spül- und Absaugvorrichtung ausgestattet. Dadurch kann der behandelnde Arzt das Gelenk von Innen betrachten. Die Arthroskopie dient vor allem zur Untersuchung von Knie-, Schulter-, Hand- und Sprunggelenk und zur Untersuchung von unklar anhaltenden Gelenkbeschwerden. Mithilfe des Arthroskops können auch spezielle Operationen durchgeführt werden. Dies wird als minimal-invasive Chirurgie oder als MIC bezeichnet. Bei Meniskusrissen kann genäht werden oder bei Kreuzbandrissen kann das entsprechende Kreuzband durch ein Transplantat ersetzt werden. Diese chirurgischen Eingriffe haben gegenüber der offenen Chirurgie einige Vorteile. Geringere Schmerzen nach dem Eingriff, schnellere Verheilung und eine schnellere Wiedereingliederung in alltägliche Aktivitäten. Allerdings sollten Sie beachten, dass Komplikationen auftreten können wie zum Beispiel Knorpelverletzungen.

Fazit

Abschließend lässt sich also sagen, dass die Orthopädie ein sehr umfassendes Teilgebiet der Medizin ist. Sie beschäftigt sich mit der  Erkennung und der Behandlung von Fehlern in Knochen, Muskeln, Sehnen und Gelenken. Dazu zählen Knochenbrüche, Ausgerenkte Knochen, Bänderrisse, Bänderzerrungen, Knorpelschäden und Blockaden. Diese Fehler können unter anderem durch die eben genannten Untersuchungsmethoden erkannt werden und behandelt werden. Zu erwähnen ist aber auch, dass diese Untersuchungsverfahren nicht nur in der Orthopädie angewandt werden, sondern auch in allen anderen medizinischen Bereichen.

-Gastbeitrag von Marian Biederbick-

Weitere Themen: