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Point of Shoes 19. und 20. April 2011 in Pirmasens

Point of Shoes 2011 kommt gut an

Einen wirklich starken ersten Tag verzeichnete die dritte Auflage des Branchenforums Point of Shoes – International Fair for Fashion, Materials and Production (PoS), das am 19. und 20. April in Pirmasens stattfand.

Trotz Osterurlaubszeit wurden an den beiden Veranstaltungstagen knapp 450 Besucher registriert, die sich für das Angebot der 77 Aussteller interessierten.

„Die deutschen Schuhhersteller waren fast ausnahmslos vertreten, womit wir ein wichtiges Ziel erreicht haben: Die inländischen Firmen wieder geschlossen nach Pirmasens zu bringen“, bilanziert PoS-Veranstalter Uwe Thamm.

Ein PoS-Schwerpunkt lag auf Schuhmaschinen; 15 Firmen zeigten ihre Innovationen.

Diese Technik-Plattform soll im Rhythmus von zwei Jahren angeboten werden. Und auch das PoS- Vortragsprogramm, das sich diesmal mit dem Thema Nachhaltigkeit beschäftigte, kam gut an.

„45 Betriebe zählte die deutsche Schuhindustrie laut der jüngsten verfügbaren Statistik im Jahr 2009– und wir können anhand der Registrierung die Aussage treffen, dass die PoS-Besucher die gesamte deutsche Schuhindustrie repräsentieren“, sagt Uwe Thamm. „Es kommen inzwischen wieder Firmen nach Pirmasens, die seit Jahren nur noch nach Bologna fuhren. Und vor allem: Es kommen die Entscheider.“

Belegt wird das auch durch die O-Töne von Ausstellern: „Die Delegationen, die kommen, bestehen meist nur aus zwei bis drei Leuten, aber das sind exzellente Fachleute, die befugt sind, Entscheidungen zu treffen. Reines Schaupublikum, das Kekse und Kugelschreiber abgreift, findet man hier nicht“, so Sam Neuer von der Zweibrücker Firma Innovatec. „Wir waren überrascht von der Qualität der Gespräche und konnten sogar Neukontakte machen, womit unser Erwartungen mehr als erfüllt wurden“, sagte Christopher Thornhill von Molina & Bianchi. Doch ein „Aber“ gab es auch: „Es könnte etwas internationaler werden“, meinten mehrere Aussteller.

„Das nehmen wir gerne auf“, so die Replik von Uwe Thamm. „Nachdem unser erstes Ziel erreicht ist, nämlich die deutschen Schuhhersteller wieder nach Pirmasens zu bringen, und nachdem unter den PoS-Ausstellern italienische, spanische, portugiesische, tschechische und sogar chinesische Anbieter zu finden sind, wollen wir uns in Sachen Besucherwerbung zunächst auf die Nachbarländer Deutschlands konzentrieren. Wunder darf man allerdings keine erwarten: Besucher auf internationalem Niveau anzuziehen, das ist ein Ziel, dem man etwas Zeit geben muss. Aber wir arbeiten daran.“

Den Schlusspunkt setzte die mittlerweile traditionelle PoS-Abschlussdiskussion, moderiert von Petra Salewski, der Chefredakteurin der Fachzeitschriften Schuhkurier und Steptechnik. Das Fazit dieses Gesprächs, zu dem sich hauptsächlich Aussteller einfanden, brachte vor allem zu Tage, dass in der Terminfrage wohl kein Konsens zu finden sein wird: Die Fraktionen der Befürworter eines frühen beziehungsweise eines eher späten Termins stehen sich recht unversöhnlich gegenüber. Dazu kommen Hemmnisse wie die Hallenbelegung und Feiertage. „Die nächste PoS findet am 3. und 4. November statt. So wurde anhand der Aussteller- und Besucherbefragung im September 2010 entschieden. Im November werden wir dann die Eckdaten für 2012 kennen und uns erneut bemühen, möglichst ideale Termine zu finden“, so Thamm. ISC International Shoe Competence Center Pirmasens gGmbH Beschlossene Sache ist, dass im November am zweiten PoS-Tag bereits um 14 Uhr Schluss sein wird.

Nötig ist der zweite Tag aber, denn wenn er auch nicht den starken Besucherzuspruch hat wie der erste: Immerhin rund ein Drittel der Besucher kommt erst am zweiten Tag. Entschieden wurde ebenfalls, die offene Diskussionsrunde mit Ausstellern und Besuchern auf 17 Uhr am ersten Tag vorzuziehen.

Das neue Schwerpunktthema der November-PoS lautet übrigens „Quo vadis, Schuhindustrie? Globale Szenarien für die europäische Schuhbranche 2021“.

„Und was uns sonst noch sehr am Herzen liegt, ist eine WLAN-Verbindung in den Messehallen“, so Uwe Thamm abschließend. „Wir hoffen sehr, dass die Stadt Pirmasens das zur nächsten PoS einrichten kann.

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