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Neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie

Am 1. Januar wird Prof. Dr. med. Tim Pohlemann (52) neuer Präsident der Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie (DGU). Er vertritt damit die Interessen von 4300 Unfallchirurgen. Zugleich übernimmt er die Präsidentschaft der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU). Wie die DGU mitteilt, dauert die Amtszeit ein Jahr.

Pohlemann ist seit 2001 Direktor und Lehrstuhlinhaber der Klinik für Unfall-, Hand- und Wiederherstellungschirurgie am Universitätsklinikum des Saarlandes. Die Gesellschaft kennt der Unfallchirurg seit vielen Jahren. Seit 2006 ist er im geschäftsführenden Vorstand der Gesellschaft tätig.

In seinem Präsidentenjahr ist es eine seiner Aufgaben, zusammen mit den orthopädischen Partnern, die inhaltliche Gestaltung des Deutschen Kongresses für Orthopädie und Unfallchirurgie unter dem Motto „Grenzen überwinden, Ziele erreichen“ zu übernehmen. Mit über 11.000 Teilnehmern ist er der größte seiner Art in Europa.

Entsprechend des Kongressmottos und seiner Doppelfunktion als Präsident der DGOU macht Pohlemann es sich zur Aufgabe, einen gemeinsamen Geist für das noch junge Fach Orthopädie und Unfallchirurgie zu stärken. Wissenschaftliche und berufspolitische Heimat der Assistenten und Fachärzte für das neue Fach Orthopädie und Unfallchirurgie ist die DGOU. Ihre Mitglieder rekrutieren sich derzeit vornehmlich noch aus den Muttergesellschaften Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und orthopädische Chirurgie (DGOOC) und Deutschen Gesellschaft für Unfallchirurgie. „Wir haben drei drängende Aufgaben. Wir müssen uns um die Nachwuchsaquise, auch mit Blick auf den weiblichen Nachwuchs und dem Aspekt der Vereinbarkeit von Beruf und Familie, kümmern. Des Weiteren gilt es, die Weiterbildungsstrukturen in den Krankenhäusern zu verbessern. Nicht zuletzt gilt es als „Anwalt und Kümmerer der Verletzten“ die Versorgungsqualität bei steigendem ökonomischem Druck zu sichern. Daher müssen wir unsere orthopädisch bzw. unfallchirugisch geprägten Erfahrungen gegenseitig besser akzeptieren, um sie für die gemeinsame Sache nutzbar zu machen. Ein entscheidendes Kriterium wird dabei auch die Einbindung der neuen Facharztabsolventen sein, die mittelfristig die Richtung unseres gemeinsamen Faches mitbestimmen werden“, so Pohlemann.

Pohlemann wird im Vorstand durch folgende Personen unterstützt:

1. Vizepräsident: Prof. Dr. Norbert P. Südkamp

2. Vizepräsident: Prof. Dr. Christoph Josten

3. Vizepräsident: Prof. Dr, Reinhard Hoffmann

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