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G-BA: Blutzuckerteststreifen bei Diabetes Mellitus Typ 2

Der Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) gab in seiner 32. Plenumssitzung den Beschluss bekannt, dass Typ-2-Diabetiker ohne Insulintherapie nur noch in Ausnahmefällen Blutzuckerteststreifen auf Kosten der gesetzlichen Krankenversicherung verordnet bekommen können.

Der Beschluss liegt jetzt dem Bundesgesundheitsministerium vor. Sollte es hier zu keine Beanstandung kommen und der Beschluss in Kraft treten, sehen Patientenvertreter wie auch der Verband der Diagnostica-Industrie die Umsetzung kritisch. Hunderttausende gesetzlich krankenversicherte Diabetiker seien von dieser Rationierung betroffen; Ihnen werde das wichtigste Instrument zum Selbstmanagement ihrer Erkrankung aus der Hand genommen, beklagte VDGH-Geschäftsführer Dr. Martin Walger.

Der Verband appelliert an das Bundesgesundheitsministerium, die Entscheidung des G-BA wegen gravierender Fehler in der Beratung zu kippen. Sollte der G-BA-Beschluss nicht beanstandet werden, hätte er auch weitreichende Auswirkungen auf die Diabetes-Behandlungsprogramme (DMP): Das Thema Blutzuckerteststreifen würde in dem Fall nicht mehr Bestandteil der DMP sein. Laut G-BA-Vositzenden Hess tritt der Beschluss frühestens zum vierten

Quartal 2011 in Kraft. Bis dahin würden nicht weniger, sondern eher besonders viele Teststreifen verordnet, so seine Prognose.

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