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Deformierungen an der Hüfte

können angeboren oder erworben sein durch Entzündungen, Knochenstoffwechselstörungen, Traumen, Muskelinsuffiziens… Mit diesem Themenbereich beschäftigt sich die Orthopädie:

1. Luxationshüfte (Luxatio coxae congenita)

  • Ursache: Angeborene unterentwickelte Hüftgelenkspfanne, die häufig eine Subluxation oder Luxation verursacht
  • Komponenten: Mangelhaft entwickeltes Hüftpfannedach, Femurkopf nach oben außen verlagert. Das Becken ist häufig infolge einer Gesäßmuskelinsuffiziens nach vorn abgekippt.
  • Gangbild: Hinkend, watschelnd und wiegend
  • Versorgung: Im Säuglingsalter Spreizhöschen mit extremer Abduktion bei leichter Displasie, bei vollständiger Luxation nach Einrenkung Gips nach Lorenz und Lange. Danach eventuell Entlastungsapparat (Thomasschiene)

2. Perthessche Krankheit (Osteochondorpathia)

  • Ursache: aspet. Nekrose des Knochenkerns des Oberschenkelknochens bei Kindern, Entstehung spontan durch Entzündungen, zuweilen nach congenitaler Hüftluxation
  • Komponenten: Allmählicher Auflösung des Femurkopfes mit Pilzartiger Verbreitung, zunehmende Beinverkürzung, Endstadium: Coxarthrose (in Folge Hüftgelenksversteifung)
  • Gangbild: Einschränkung der Innenrotation, im Frühstadium leichtes Hinken (zunehmend), Behinderung der Abduktion und Rotation
  • Versorgung: Ruhigstellung, Thomasschiene

3. Cox vara

  • Ursache: angeboren, Knochenwechselstörung
  • Komponenten: Der Winkel zwischen Femurschaft und Hals ist zu klein. Es besteht die Gefahr eines vorzeitigen Gelenkverschleißes. Gelenkfunktionsstörungen, Eingeschränkte Abduktionsfähigkeit des Beins, die Innenrotation ist behindert.
  • Versorgung: Entlastung (Thomasschiene), operative Korrektur
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